Klappentext:
Warnung! Triggergefahr!
In diesem Roman werden Themen behandelt, die möglicherweise Erinnerungen an eigene belastende Erfahrungen auslösen, wodurch Betroffene abermals mit der Problematik konfrontiert werden könnten. Besonders gilt das für Suizidgefährdete, Hinterbliebene eines Suizids und Menschen, die zu selbstverletzendem Verhalten neigen.

Jack ist 17, und sein Denken ist von übermäßigem Selbsthass und Hoffnungslosigkeit bestimmt. Ausschlaggebend dafür sind die Probleme in seinem Elternhaus, das von Gewalt, Vernachlässigung und der Drogen- und Alkoholsucht der Mutter geprägt ist. Um das zu ertragen, verletzt er sich immer wieder selbst, bis er nur noch den Tod als Lösung für sich sieht. Er bereitet seinen Selbstmord vor. In den letzten vier Tagen seines Lebens nimmt er Abschied von der Welt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, noch eine gute Tat zu vollbringen, damit sein größter Wunsch in Erfüllung geht: ein Stern zu werden.
Parallel zu Jacks Geschichte hat die sechzehnjährige Sophie mit Minderwertigkeitsgefühlen zu kämpfen. Es kommt immer wieder zu unkontrollierten Essattacken. In der Beziehung zu ihrem Freund Jens opfert sich Sophie auf, setzt ihm keine Grenzen und tut alles für ihn. Das sowie die großen Emotionen der ersten Liebe führen Sophie in eine starke Abhängigkeit zu Jens. Zudem ist sie dem Druck ihrer Clique ausgesetzt, in der sie mit Drogen und Alkohol konfrontiert wird. Ihre Mutter sieht, wie sehr sich Sophie durch Jens zum Negativen verändert und heißt die Beziehung zu ihm nicht gut. Das führt regelmäßig zu Auseinandersetzungen zwischen Mutter und Tochter, wodurch sich Sophies Probleme zusätzlich dramatisch zuspitzen.
„Wenn der Himmel dich verlässt“ gibt all den Menschen eine Stimme, die sie durch das Leid im Leben verloren haben.

Seiten: 422
Herausgeber: epubli

Mein Fazit:
Nun sitze ich hier, versuche das Gelesene sacken zu lassen und bin unendlich traurig. Traurig darüber, dass das Schicksal von Jack einfach realer nicht sein könnte. Traurig darüber, dass es viel zu viele Jacks in unserer Welt gibt. Aber ebenso bewundere ich Sophie für ihren Mut und ihre Kraft, die für sie ausweglose Situation zu meistern. Mit einer Träne im Auge werde ich heute in den Nachthimmel blicken und nach dem hellsten Stern Ausschau halten. Meine Gedanken werden dann bei Jack und Sophie sein. Das Buch ist einfach schonungslos ehrlich und es gehört eine große Portion innere Stärke dazu, das Gelesene zu verarbeiten und doch ist es einfach eine unfassbar gelungene Geschichte.

Viel Spaß beim Lesen! Eure Steffi